Einladung zu „Mama ist blau“ am 19. Mai 2022 um 10 Uhr.

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Die interaktive Veranstaltung mit Podiumsdiskussion zum Thema: Stärkung der Schnittstellen zwischen Jugendhilfe, Jugendschutz, Suchthilfe und Prävention
findet bei der Wilden Bühne im Volkshaus, Hans-Böckler-Str. 9, statt und wir spielen zu Beginn unser Stück „Blau“. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Laut NACOA Deutschland leben 2,65 Mio. Kinder unter 18 Jahren mit alkoholkranken Eltern zusammen. Jedes sechste Kind ist von einer stofflichen Sucht in der Familie betroffen. Besonders Kinder aus suchtbelasteten Familien leiden meist ein Leben lang unter diesen Bedingungen und sind die größte bekannte Risikogruppe für eine spätere eigene Suchterkrankung. Die Folgen von süchtigem Verhalten sind häufig ökonomische Unsicherheit, eine instabile soziale Lage und Isolation sowie häusliche Gewalt, Depression und selbstverletzendes Verhalten.

Das interaktive Theaterstück „Blau – ein Ermutigungsstück zum Umgang mit Suchterkrankungen in Familien“ ist Ausgangspunkt für eine anschließende Podiumsdiskussion mit Expert*innen aus den Bereichen Jugendhilfe, Suchthilfe, Prävention und Jugendschutz.

In dem Stück der Wilden Bühne, das 2021 Premiere hatte, steht die 12-jährige Marla im Zentrum der Geschichte. Marlas Lieblingsfarbe ist blau. Schon immer. Sie liebt das Meer, den Himmel, Blaubeeren und Blaumeisen. Sie hat auch einen blauen Lieblingspulli. Den trägt sie eigentlich immer.

Aber das schöne Blau bekommt Risse. Ein Nachbarsjunge fragt sie: „Ist deine Mutter eigentlich immer blau?“

Im Stück gehen wir den Fragen nach: Was können Kinder aus betroffenen Familien, aber auch ihre Freunde und Bezugspersonen tun? Wo gibt es Hilfe?

Im Anschluss an das Stück beginnt die interaktive Forumphase. Mit den Zuschauer*innen und zwei Moderator*innen wird diskutiert, wie sich die einzelnen Figuren anders verhalten können, um der Geschichte eine neue Wendung zu geben. Die Vorschläge des Publikums werden gesammelt und einzelne Zuschauer*innen spielen ihre neuen Ideen auf der Bühne mit den Schauspieler*innen der Wilden Bühne. Die biografischen Erfahrungen der Spieler*innen, alles Menschen mit einer Suchterkrankung, fließen in die Diskussionen mit ein.

Nach dem Theaterstück und der interaktiven Phase sollen in der anschließenden Podiumsdiskussion Chancen und Grenzen der verschiedenen Hilfesysteme beleuchtet werden. Im Zentrum steht die Frage: Welche Schnittstellen zwischen den Hilfesystemen gibt es schon und wie können diese noch gestärkt und ausgebaut werden?

Die Veranstaltung richtet sich an Multiplikator*innen der Jugendhilfe, Suchthilfe, Schulen, Familienhilfe, des Jugendamt, Casemanager, Erziehungsberatungsstellen, Sozialpädagog*innen und ein interessiertes Theaterpublikum.

Kooperationsveranstaltung der Wilden Bühne Bremen mit

Landesinstitut für Schule/ Referat Gesundheitsförderung und Suchtprävention

und

Bremische Landesstelle für Suchtfragen e.V