„Beim Singen hört sich ja niemand gerne selbst!“.

Interviews

Thorben L., 28, will studieren. „Was Soziales, ich will Anderen, vor allem Jugendlichen, was mitgeben. Nähe erfahrbar machen.“

„5 Jahre, also von 15 bis 20, war ich eigentlich orientierungslos. Nur gekifft, Alkohol, härtere Drogen wollte ich nicht, ich wusste, dass mir das gefallen würde. Mir war nicht klar, warum ich das Abitur machen soll.  Dann kam das Angebot zur Therapie, eine Perspektive.

Thorben L. mag Sport, Handball, Akrobatik, hat Fußball gespielt. „Das verträgt sich nun mal nicht mit Kiffen und Alkohol.“ Seine ausdrückliche Liebe gehört der Musik. Spielt mit drei anderen Musikern in einer Band, „bisschen härteren Rock.“ Seine Gitarre ist Teil seines Herzens, nicht irgendein Gegenstand, „sie hat Charakter!“

„Darstellendes Spiel hatte ich an der Schule, zur Wilden Bühne bin ich über einen Kollegen gekommen. Am Anfang hatte ich kleinere Rollen in „17 ½ Minuten kalte Wut“ und in „Sturz ins Leben“. Inzwischen habe ich auch größere Rollen, etwas, was ich nicht bin, laut und aggressiv. Auch Zärtliches. Oder gegen die eigene Geschlechterrolle agieren.“

Thorben L. hat einen Musikertraum. Er steht, vom Scheinwerferlicht geblendet, auf einer großen Bühne, das Publikum, schwarz, ist außer sich als er auf seiner Gitarre ein tiefes, leicht verzerrtes a anschlägt. Man muss ihn lächeln sehen, wenn er das erzählt.

Morgen, Dienstag, steht er früh auf, fährt zur Arbeit. Abends Wilde Bühne, Probe. Dann schlafen.